Dienste in der Cloud

Die Cloud ist die virtuelle Wolke des Internets, in der wir unsere Daten ablegen. Es gab sie schon immer, denn auch wer in den 1990er Jahren eine E-Mail empfing oder versandte, schickte diese auf die Server eines Providers, der die Daten auch damals schon nach Möglichkeit redundant auf mehreren Rechnereinheiten – physisch getrennt – speicherte. Das ist die technische Grundlage für die Cloud. Niemand weiß genau, an welchen physischen Speicherorten Daten abgelegt werden, obgleich das auch juristisch wichtig sein könnte.

Die moderne Cloud
Moderne Clouds entwickelten sich in den 2000er Jahren durch die fortschreitende Technik, die immer mehr Kapazitäten bereitstellte. Inzwischen können auch Privatanwender ihre Daten in einer Cloud ablegen, die beispielsweise bei Google nichts kostet und mit zunehmendem Speicher punktet. Wer bei Google ein Konto anlegt, erhält anfangs kostenlosen Speicherplatz von 5 GB, der sich nach etwa drei Jahren auf 15 GB erweitert hat – und zwar völlig kostenlos. Wem das nicht genügt, der bucht für 3,83 Euro pro Monat bis 100 GB Cloud-Speicher. Dafür können Dateien, Fotos, Videos, Tabellen und alles, was das Herz begehrt, in der Cloud abgelegt werden. Der Vorteil: Ein Rechnerabsturz kann nicht mehr die Daten auf der eigenen Festplatte vernichten, zudem können Nutzer auf ihre Cloud von jedem Ort der Welt aus zugreifen.

Nachteile einer Cloud
Der Cloud-Anbieter Evernote wurde 2012 gehackt und musste sämtliche Kunden auffordern, ihre Passwörter zu ändern. Auch Google wurde gehackt, verhinderte aber (wie auch Evernote, Facebook und Twitter) mit automatischen Programmen den Zugriff der Hacker mit den gestohlenen Passwörtern. Nutzer in Deutschland bekamen Mitte des Jahres 2012 eine rote Warnmeldung, als sie auf ihr Gmail-Konto zugreifen wollten: Google hatte den Account gesperrt, weil dessen Inhaber zuletzt nachts um 23.00 h von Deutschland aus zugegriffen hatte, eine Stunde später versuchte ein anderer Nutzer von Virginia (USA) aus auf das Konto zuzugreifen. Das löst automatische Sperren aus. Solche Hackerangriffe wird es immer wieder geben, und zwar auch von Regierungsbehörden aus, wie der NSA-Skandal beweist.

Wie soll ich mit der Cloud umgehen?
Ihre Familienfotos können Sie da speichern, auch Ihren Roman, an dem Sie arbeiten, Ihr Online-Tagebuch und Ihre Liebesbriefe. Kontopasswörter? Um Gottes willen! Finanzamtsdaten? Das beste Passwort nutzt nichts gegen moderne Hackerangriffe.